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Der Pfefferwerk Verbund

PFEFFERBERG - AUS ALT WIRD NEU
Das städtebaulich einzigartige, denkmalgeschützte Gelände der ehemaligen Brauerei Pfeffer ist sowohl ein vielbesuchter Standort der Szene-Kultur als auch Gewerbestandort. Pfefferwerk unterbreitet vielfältige Angebote, um das Lebens-, Arbeits- und Wohnumfeld im Gemeinwesen nachhaltig zu verbessern. Die Bauarbeiten auf dem Gelände Pfefferberg haben begonnen. Das denkmalgeschützte Areal wird saniert und umgebaut. Die Besonderheit des künftigen Nutzungskonzepts liegt in seiner Vielfalt von Kunst und Kultur, Neuen Medien, sozialen Dienstleistungen und Gewerbe.


GESCHICHTE DES PFEFFERWERK VERBUNDES
Begonnen hatte alles mit der Idee, aus der Industriebrache Pfefferberg eine Kulturfabrik zu entwickeln.

Der Verein Pfefferwerk Stadtkultur e.V. - erste Säule des späteren Pfefferwerk Verbundes - ist seit 1991 im Bereich der
Kulturförderung tätig und betreibt den Kultur-Veranstaltungsort Pfefferberg. Er erarbeitet im gleichen Jahr gemeinsam mit der STATTBAU Stadtentwicklungsgesellschaft mbH ein Sanierungs-
und Finanzierungskonzept für das Gelände. Ziel ist der Aufbau eines soziokulturellen Zentrums. Zum 31.12.2001 stellt der Verein sein operationales Geschäft ein.  
 
1991 kommt die gemeinnützige Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH dazu, die sich auf Kinder- und Jugendhilfe, Gemeinwesen- und Sozialarbeit sowie Beschäftigungsförderung und Qualifizierung
konzentriert. 
 
Der Sportverein Pfefferwerk e.V. fördert seit 1994 den Breiten- und Freizeitsport. Anfangs als Freizeit-Volleyballverein gegründet, beschäftigt er sich heute mit der Entwicklung von Sportangeboten
für Kinder, Jugendliche, Familien und Behinderte. Heute sind etwa 1.800 Kinder, Jugendliche und Erwachsene Mitglied im SVP e.V..
 
Sowohl der Pfefferwerk Stadtkultur e.V. als auch die Pfefferwerk Stadtkultur GmbH beteiligen sich 1995 an der Gründung der Pfefferwerk Gesellschaft zur Entwicklung und Verwaltung von Gebäuden und Liegenschaften mbH. Diese Gesellschaft wird von nun an neben anderen Vorhaben das Pfefferberg-Konzept realisieren. Darüber hinaus ist die Gesellschaft Betreiberin von Heiz- und Energieanlagen und Hauseigentümerin.
  
Die Stiftung Pfefferwerk wird 1999 gegründet. Sie hat sich zur Aufgabe gesetzt, Arbeits- und Ausbildungsplätze zu fördern. 
Am 22.12.1999 erwirbt die Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH das Grundstück des Pfefferberges und bringt dieses als Stiftungsvermögen ein. Die Stiftung Pfefferwerk ist damit Eigentümerin des Grundstückes.  Mitte des Jahres 2002 löst die Stiftung den Stadtkultur e.V. als Gesellschafterin der gemeinnützigen Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH ab und hält nun alle Anteile der Gesellschaft. 
 
Sie erteilt der ebenfalls 1999 gegründeten Pfefferberg Entwicklungs GmbH & Co. KG ein Erbbaurecht auf 99 Jahre.
  

Im gleichen Jahr stößt der 1995 gegründete Verein Obdachlose machen mobil e.V. zum Verbund.
   
Heute sind etwa 15 Prozent aller Mitarbeiter/innen an den Unternehmen des Pfefferwerk Verbundes beteiligt. Zunächst hatten sie sich zu einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) zusammengefunden. Ende 1998 beschließen die Gesellschafter/ innen, ihre Beteiligungs-GbR in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln. Im Jahr 2001 kommt die Pfefferwerk Aktiengesellschaft zur Eintragung. 


DER GEMEINWESENANSATZ
Der Ansatz von Pfefferwerk war von Beginn an der Gemeinwesenbezug (Kiez, Quartier, Nachbarschaft). Die Leitlinie des eigenen Handelns auf allen Ebenen: nachhaltig wirken, auf Partizipation und nicht auf Ausgrenzung setzenden.  Gemeinwesenarbeit schafft in gemeinsamer Anstrengung der Bewohner/innen und Nutzer/innen eines Stadtteils die öffentlichen Orte, in denen die Menschen ihre Möglichkeiten und Chancen entdecken, erproben und entwickeln können. Sie ist zugleich ein Wirtschaftsfaktor, da sie Eigeninitiative und Qualifizierung fördert, die Ansiedlung kiezbezogenen Gewerbes unterstützt und die Ursachen von Kriminalität aufgreift.
Pfefferwerk hat sozial- und erwerbswirtschaftliche Felder verknüpft. Gemeinwesenarbeit soll so nachhaltig zur Entlastung des Arbeitsmarktes beitragen, neue Arbeitsplätze schaffen und neue Finanzierungsformen erschließen.


 

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Erstellt am 26.11.2002 | Letzte Aktualisierung: 04.10.2008