Jüdische Märchtage im Nachbarschaftshaus
Eintrag vom: 21.12.2006 - 11:54 Uhr
Am 18. und 19. November luden wir Kinder und Erwachsene zu jüdischen Märchen ins Nachbarschaftshaus ein. An den zwei Nachmittagen erlebten Kinder und erfreulicherweise auch etliche Erwachsene (ohne Kinder) interessante und besinnliche Märchenstunden, erzählt von Frau Eva Nickel, Angestellte der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Frau Nickel zelebrierte in heiterer und besinnlicher Weise „Prinzessin Shabat" und „Wie Gott die Welt erschuf". Der Aktionsraum wurde in ein großes Märchenzimmer verwandelt, Kuscheldecken und Kissen auf dem Boden, Kerzen im Raum und der festlich geschmückte Tisch für den Shabat mit Leuchtern, Hefezöpfen und Gewürzen (Muskat, Nelke, Ingwer...). Die Zuhörerinnen und Zuhörer, besonders die Kinder wurden eng in die Handlung mit einbezogen. Sie zündeten die heiligen Kerzen nach Jüdischem Ritual mit einem ausgewählten Streichholz an, kosteten vom frisch gebackenen Hefezopf, probierten die Gewürze aus, die Erwachsenen durften etwas Wein trinken und alle lauschten den jüdischen Gesängen und den ausführlichen Erklärungen von Frau Eva Nickel. Die Veranstaltung ist Bestandteil der Kampagne des PARITÄTischen „Die Würde des Menschen ist unantastbar" – Stadtteilzentren für ein interkulturelles Berlin, gegen Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus, Antirassismus, Antisemitismus.
Conny Weiland | Nachbarschaftshaus
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