Kita & Schule - News
Die Kita im Wedding ist eine von 33 Einrichtungen, die aus über 225 Schulen, Kitas und Sporteinrichtungen für eine energetische Sanierung aus dem Sonderprogramm des Berliner Senats ausgewählt wurden. Wann es genau los geht, steht noch nicht fest. Fest steht: undichte Fenster, veraltete Heizungen und Fassaden ohne Dämmung gehören bald der Vergangenheit an. Damit sollen viele Kilowattstunden eingespart und der Ausstoß von Kohlendioxid drastisch reduziert werden.
Für unsere Kita ist die Sanierung ein wichtiger Schritt, um einen weiteren ehrgeizigen Plan zu verfolgen: Im Herbst 2009 ist geplant, auf dem Kitagelände ein Familienzentrum zu eröffnen. Familien und Anwohner/innen finden dann über die Betreuungsangebote für Kinder in der Kita hinaus vielfältige Möglichkeiten der Beratung und Unterstützung sowie verschiedene Bildungsangebote. Gleichzeitig wird das künftige Familienzentrum ein Ort sein, an dem Feste und Feiern gemeinsam gestaltet werden können.
Die Angebote richten sich an die jungen Familien, Kinder und Eltern unserer Kita, aber auch an Familien, die im Umfeld leben. Das Familienzentrum möchte dazu beitragen, dass ein lebendiges Miteinander unserer verschiedenen Kulturen entsteht. Dabei möchten wir unsere Familien und auch die Anwohner/innen aktiv mit einbeziehen.
Wibke Reinsch | Abteilungsleiterin Kita / KaB
Seit 30. Juni ist unsere Kita
„Kritzelknirpse“ in der Lychener Straße verwaist. Nachdem unsere fleißigen Bautechnik-Jungs
die Kita „Oase“ Kastanienallee in ein kleines Schmuckkästchen verzaubert haben,
können wir dort nun 90 Kinder betreuen.
UND - sofort ist
mehr Leben in der Bude. Die Kids aus der Lychener Straße sind mit ihren
Erzieherinnen nun die Mitbewohner/innen der Kita „Oase“. Der
Name „Kritzelknirpse“ ist nun zwar erst einmal auf Eis gelegt, aber das pädagogische
Profil der Kita lebt in der „Oase“ weiter. Dort wird nun gemeinsam mit den
Kindern und Erzieherinnen frühkindliche Bildungsarbeit mit dem Focus auf die
Nutzung der kreativen Ressourcen eines jeden Kindes gestaltet und erlebt.
In der Lychener Straße
wird nun gebuddelt und gewerkelt, bald kommt der Bagger und reißt die alte
Baracke ein, damit auf der Fläche ein schönes neues Haus für 130 Kinder
entstehen kann.
Dennoch gab es am
Tag des Auszug aus der alten Baracke einen tränenreichen Abschied. So manche
unserer Mitarbeiterinnen hat mehr als 20 Jahre in dem Haus gearbeitet, neben Farbe
und mancher Stunde Freizeit viel Liebe und Herz in das langsam verfallende Haus
aus den 50er Jahren gesteckt. Dafür allen Kolleg/innen ein ganz herzliches Dankeschön!
Im Jahr 2010 wird in
der Lychener Straße die erste neu gebaute Pfefferwerk-Kita eröffnet. Dann
wollen unsere „Kritzelknirpse“ in das neue Haus zurückziehen. In der Kastanienallee
soll dann unsere zweite bilinguale Kita aufgebaut werden. Unsere Kinder werden
die gesamte Abriss- und Neubauphase mit ihren Erzieherinnen im Rahmen der
täglichen Bildungsarbeit begleiten. Daran sind auch die Kids aus der Kita Stargarder
Straße beteiligt, denn wenn das neue Haus fertig ist, werden auch sie ihren
alten Standort verlassen und mit in das Haus ziehen.
Die neue Kita ist
ein gemeinsam finanziertes Projekt aus Förderungen des Landes Berlin und des
Bezirkes Pankow sowie aus den Eigenanteilen der Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH.
Alle Beteiligten haben mit viel Engagement über drei Jahre darum gekämpft, dass
es nun endlich mit dem Bauen losgehen kann.
Wir werden Euch und
Sie im Rundbrief zum Verlauf des gesamten Projektes in der Lychener Straße auf
dem Laufenden halten.
Wibke
Reinsch | Abteilungsleiterin Kita
In den letzten Wochen haben wir in unserer Kita mit der Bewegungspädagogin Christina zwei Eltern-Kind-Nachmittage organisiert, um den Eltern eine lebendige Vorstellung davon zu vermitteln, wie vielseitig und anregend Bewegungsstunden mit Kindern sein können und dass bewegungsorientierte Arbeit im Kindergarten anders gestaltet wird als der klassische Sportunterricht in der Schule.
Bei der ganzheitlichen Förderung der Kinder können insbesondere die ganz Kleinen mit viel Zeit, zum Beispiel in Freispielphasen, ihre Sinne erforschen. Die Eltern waren an den regelmäßigen Bewegungsstunden sehr interessiert und überzeugten sich einmal mehr von der positiven Wirkung des Bewegungskonzeptes auf die gesamte Entwicklung der Kinder.
Team Kita „Wirbelwind“
In unserer Kita „Waldspielhaus“ haben Kinder die Möglichkeit, am Kinderyoga teilzunehmen. Was sind die Vorzüge von Yoga gegenüber der herkömmlichen Gymnastik und worin liegen die Schwerpunkte in den praktischen Übungen?
In unserem Zeitalter der ständigen Reizüberflutung werden Kinder oft unruhig, nervös, unkonzentriert und reagieren teilweise überreizt. Wir können unsere Kinder nicht völlig von diesen vielfältigen Reizen unserer Zivilisation abschirmen. Aber wir können ein Gegengewicht und einen Ausgleich schaffen. Eine Möglichkeit eines solchen Ausgleichs bieten ausgewählte Methoden des Yoga. Die alt-indische Lebenskunst des Yoga kann, entsprechend angepasst, unseren Kindern mehr inneres Gleichgewicht vermitteln.
Sie lernen, auf sanfte Weise mit ihrem Körper umzugehen und, mehr als bei „konventionellem“ Sport oder der üblichen Gymnastik, ein Körperbewusstsein zu entwickeln. Dies wird erreicht durch ein Nachspüren und Nachfühlen der einzelnen in Ruhe durchgeführten Übungen (Asanas). Auf körperlicher Ebene werden Haltungsschäden korrigiert und eine verbesserte Beweglichkeit und Koordination erzielt. Die Übungen werden von mir kindgerecht spielerisch vermittelt. Es geht hierbei weniger um die sonst von unseren Kindern geforderte Leistung als um ein kreatives Erleben und Erfahren der eigenen Möglichkeiten und Grenze. Dabei ist die Gruppe von großer Bedeutung: Der soziale Umgang mitein-ander wird geübt. Soziale Schlüsselkompetenzen werden auf diese Weise mit vermittelt.
Ferner liegt mir das Erleben der Natur durch einfache Meditations- und Konzentrationsübungen am Herzen, damit sich unsere Kinder eingebettet in einen größeren Lebenszusammenshang erfahren. Als Indologin, Montessori-Pädagogin und Erzieherin biete ich die Gewähr dafür, dass mein Yoga-Angebot für die etwa 20 Kinder, die das Angebot nutzen, in der Kita fachlich korrekt, ideologiefrei und kindgemäß erfolgt.
Renate Huf-Wentzel | Kita Waldspielhaus
Der Spielplatz der Kindertagesstätte Wattstraße im Wedding war für die Kinder keine besonders attraktive Spielfläche; Fahrrad- oder Rollerfahren war aufgrund der Unebenheiten des Geländes sehr schwierig. Eigene Versuche, den Spielplatz mit geringen Mitteln zu gestalten, scheiterte an den Bodenbegebenheiten, die ohne größere finanzielle Aufwendungen nicht verändert werden konnten. Mit einer Förderung aus dem Programm „Soziale Stadt" wurde nun umgebaut.
Es wurden Wege angelegt, auf denen die Kinder jetzt mit ihren Rollern und Rädern auf dem Spielplatz fahren können. Der Rasen ist inzwischen gut angewachsen. Der großzügige Baumbeschnitt macht den Spielplatz hell und sonnig. Jugendliche Sprayer übernahmen im Rahmen eines Anti-Gewalt-Projektes die Wandgestaltung. Jetzt ist die multi-kulturelle Kita für die 75 Kinder, ihre Eltern und natürlich auch für die Erzieher/-innen so attraktiv wie nie zuvor.
Carsten Peeckel | Leiter Bautechnik / Red.
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