Jugendhilfeverbund geht in Klausur
Eintrag vom: 22.06.2007 - 16:39 Uhr
Gespannt, was mich unter dem umfassenden und abstrakten Begriff „Bildung" erwartet, fuhr ich mit meinen Flex-Kolleginnen und Kollegen nach Klein Wall wo unser Jugendhilfeverbund zum diesem Thema zusammen kam. Da ich relativ neu seit 1.1.2007 bei Pfefferwerk arbeite, freute ich mich, alle Mitarbeiter/-innen des Jugendhilfeverbundes kennenzulernen. Der Vormittag wurde von einer externen Referentin gestaltet, die uns zunächst mit ihrem Vortrag „Bildungsbegleitung von jungen Menschen – Was bedeutet das für unsere Arbeit?" an das Thema Bildung heranführte. Der Einstieg war sehr sanft. Die Referentin erläuterte viele Basics im Umgang mit Jugendlichen, wobei die persönliche Haltung (Offenheit, Neugier, Persönlichkeit, Wertschätzung, Leidenschaft) als wichtigste Methode bei der Begleitung von Jugendlichen hervorgehoben wurde. Der Vortrag war aufgelockert durch zwei Übungen. Nach längerer Diskussion kristallisierten sich fünf Fragestellungen heraus, die in Arbeitsgruppen behandelt werden sollten. Diese waren: Welche Methoden brauchen wir, um junge Menschen in ihrem Bildungsprozess zu begleiten? Welches sind unsere Aufgaben in der Bildungsbegleitung der jungen Menschen und wo sind die Grenzen? Wie kann das Thema Bildung in die Familienarbeit ingebracht werden? Welche Kompetenzen brauchen junge Menschen um im Leben zu bestehen? Welche Methoden brauchen wir um junge Menschen in ihrem Bildungsprozess zu begleiten? Ist es sinnvoll eine Person im Verbund zu spezialisieren oder sollen alle weitere Fähigkeiten erwerben? In Kleingruppen wurden die Themen diskutiert und die Ergebnisse auf großen Plakaten zusammengefasst. Trotz der Kürze der Zeit wurde eine Fülle von Ergebnissen präsentiert. Was bleibt davon für die praktische Arbeit? Mit dieser Frage wird sich zukünftig eine Arbeitsgruppe (aus jedem Projekt des Bereiches Hilfen zur Erziehung mindestens ein/e Kollegin/Kollege) beschäftigen, um die durchaus positiven Ergebnisse der Klausur weiterzuentwickeln und allen Kolleginnen und Kollegen einen leichten Zugang zu diesem Wissensschatz zu ermöglichen. Beeindruckend waren das Engagement und der Einsatz von allen Teilnehmenden, sich dem zunächst recht abstrakten Begriff der Bildung zu nähern und daraus etwas für die eigene Arbeit zu gestalten. Die Stimmung war trotz des Regens und des vereinzelten Donnergrollens gut, so dass sicher die Mehrheit der Teilnehmenden diesen Tag mit gutem Gefühl beenden konnte. Insgesamt war es ein erfolgreicher Tag, der mit der Ungewissheit, was mich erwartete, begann, und mit relativer Klarheit, was unter Bildungsbegeleitung verstanden wird, endete.
Caroline Oppl | Flexible Jugendhilfe
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