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Das „Kinderzimmer" schließt zum Ende des Jahres seinen Standort am

Eintrag vom: 20.12.2007 - 16:29 Uhr

Seit 1992 besteht das „Kinderzimmer" in der Zionskirchstraße 73 als offene Einrichtung für Kinder und Familien rund um den Teutoburger Platz. 2004 wurde das Kinderzimmer als sozialräumliches Modellprojekt weiter entwickelt, das Unterstützungsangebote für sozial benachteiligte Kinder und deren Familien anbietet. Geöffnet wird täglich um 13 Uhr für Kinder zwischen 6 und 13 Jahren. Neben einem Mittagstisch, Hausaufgabenbetreuung und Freizeitaktivitäten haben die Mitarbeiter/innen ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der einzelnen Kinder und sind auch Ansprechpartner/innen für deren  Eltern. Sie beraten bei familiären Problemen und bezüglich der schulische Unterstützung der Kinder, helfen in Krisensituationen, wenn es zum Beispiel um Schulden, Sucht oder schwierige Ämterangelegenheiten geht. Den Kindern und Familien wird also frühzeitig (präventiv) Hilfe im Wohnumfeld angeboten, bevor Konflikte eskalieren, die Kinder in der Schule scheitern oder Hilfen zur Erziehung eingesetzt werden müssen. Denn der Gang zum Jugendamt kommt für  viele Familien erst in Frage, wenn gar nichts mehr geht.

In den letzten Jahren hat sich die Bevölkerungsstruktur im Prenzlauer
Berg und auch rund um den Teutoburger Platz verändert. Zunehmend zogen einkommensstarke Familien in den Kiez; sozial benachteiligte Familien mit einem geringeren Einkommen konnten sich die steigenden
Mieten nicht mehr leisten und zogen weg. Und somit auch die „Klientel" des Kinderzimmers. Deshalb werden haben den Standort zum Ende des Jahres gekündigt. Das sozialräumliche Konzept, Hilfen für Kinder und  deren Familien niedrigschwellig im Wohnraum anzubieten, hat sich bewährt. Daher wird derzeit gemeinsam mit dem Jugendamt geprüft, in welcher Form die Arbeit des Kinderzimmers an einem anderen Standort im Sozialraum Mühlenbergcenter/Hanns-Eisler-Straße weiter geführt wird. Wir wollen dort in Kooperation mit einer Freizeiteinrichtung und Schulen die Arbeit des Kinderzimmers bedarfsgerecht weiter führen und gehen davon aus, dass die Finanzierung durch das  Jugendamt fortgeführt wird.

Susanne Birk | Fachleitung Jugendsozialarbeit und Schule

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Erstellt am 26.11.2002 | Letzte Aktualisierung: 15.10.2009