Freizeit & Ferien - News
Am 18. Juli war es soweit: Zum zweiten Mal fand das „Wort für Wort - Hip Hop Open“ unter dem Motto „Jugendkultur statt Jugendgewalt“ statt. Versammelt hatten sich Rapper/innen aus ganz Berlin, um am Mikrophon ihr Können unter Beweis zu stellen. Zum Auftakt gab es einen viel bejubelten Auftritt der Rapperin Visa Vie mit Tracks von ihrem bald erscheinen-den Album. Zusammen mit Gauner und Marcello, zwei weiteren Größen der Berliner Rapszene, saß sie dann auch in der Jury, um am Ende des Abends über die Platzvergabe zu entscheiden. Acht Crews traten an zum Duell mit Worten. Besonderen Wert legte die Jury auf den Inhalt der Texte. Alles Kreative war erlaubt, nur sexistische, fremdenfeindliche und Gewalt verherrlichende Inhalte waren Tabu. Für den richtigen Sound zur Performance der Teilnehmer sorgte der Ausbildungsbereich der Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH mit einem optimalem Soundsystem und dem richtigen Gehör beim Soundcheck.
Die drei besten Auftritte wurden prämiert. Als Preise winkten Gutscheine von „Writers Corner“ und „Cringz“ - zweier Hip Hop Läden im Kiez - und Programme für die Musikproduktion von der Softwareschmiede Magix. Der erste Platz ging an „Trinexx“ und „Cryzal“, die mit Texten über Liebe und höhere Mächte überzeugten. Den Zweiten belegten „Brains’n Flows“ mit ihrem gesellschaftskritischen Ansatz. Als Dritter wurde der Rapper Möbius ausgezeichnet, der die zahlreichen Hip Hop Fans im „White Room“ des SO 69 mit seiner Mischung aus Party und Anspruch mitriss. Durch den Abend moderierten „Knießner“ und „tomtomgroove“. Im Abendprogramm stand noch DJ Shytrack auf dem Plan, der zum sanften Ausklang der Veranstaltung Hip Hop Platten aus seiner Sammlung auflegte.
Der Tag wurde von Jugendlichen in Bild und Ton festgehalten. Sie machten Interviews und filmten den Ablauf auf der Bühne. Die zusammengeschnittene und abgemischte Version des Contests wird demnächst im SO 69 zu sehen sein. Das gesamte Projekt „Wort für Wort“ wurde von Workshops begleitet. Neben der Videoaufzeichnung und -bearbeitung wurde im Vorfeld auch ein Plakat samt Flyer gestaltet, in Druck gegeben, aufgehängt und verteilt. In Audioworkshops konnten die Jugendlichen ihre Tracks verfeinern usnd ihr Programm üben.
Unterstützt wurde das Projekt von „respectABel“, dem Berliner Jugendprogramm für Demokratie und Toleranz gegen Gewalt und Rechtsextremismus.
Julian Möbius & Thomas Labitzke | Redaktion SO 69
Am 14. und 15. Juni 2008 laden wir alle Pfefferwerker/innen herzlich zu unserem „Wochenende der Offenen Tür“ ein! Unter dem Motto „Entdecken-Erleben-Genießen“ schließen wir uns der 14. Brandenburger Landpartie an, die am gleichen Wochenende stattfindet.
Stand im letzten Jahr unsere indianische Ausrichtung im Vordergrund, so werden wir in diesem Jahr unseren ökologischen und erlebnisorientierten Schwerpunkt vorstellen. Am Samstag (14.06.2008) von 10:00 bis 18:00 Uhr und am Sonntag (15.06.2008) von 10:00 bis 16:00 Uhr erleben unsere Gäste eine bunte Mischung spannender Angebote: „Pfad der Sinne“, Forstführungen, Bestimmung der Flora und Fauna, Naturlehrpfad, Ponyreiten und Kremserfahrt und wie immer Langbogenschießen und Boomerangbau, um nur Einiges zu nennen.
Einige Gäste haben ein ganz besonderes Programm im Gepäck: Student/innen und Dozent/innen der Alice-Salomon-Hochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik vermitteln am Samstag Schüler/innen einer 5. Klasse und der Theatergruppe „Pfefferstreuer“ des Nachbarschaftshauses mit Improvisationen und Theaterspielen Einblicke in das Leben der Indianer.
Eine Klasse des Förderzentrums am Senefelderplatz, unter Leitung unseres Sozialarbeiters Michael Friedrich, übernimmt an beiden Tagen das Catering und ist damit für das „Genießen“ verantwortlich. Am Samstag nach 18:00 Uhr gibt es für alle Akteure und Pfefferwerk-Mitarbeiter/innen ein kleines Wildschweinessen vom Spieß. Herzlich willkommen!
Johannes Düben | Leiter Freizeit- und Bildungsstätte Klein Wall
Anfang der Oktoberferien fand in Kooperation zwischen dem Förderzentrum am Senefelderplatz und dem Sonderschulbereich der Schule am Birkenhof ein Work-Camp in Klein Wall statt. Die Teilnehmer/innen waren Jugendliche aus den neunten und zehnten Klassen. Den Wirren des Lokführerstreiks trotzend, pendelten wir am Tag der Anreise über Alex und Ostbahnhof bis Fangschleuse. Wir verlebten dort gemeinsam vier sonnige Herbsttage.
Die Idee für die Durchführung eines Work-Camps entstand als das Ergebnis verschiedener, zu berücksichtigender Aspekte unseres Arbeitsfeldes. Einerseits sind das die geringen finanziellen Möglichkeiten unserer Jugendlichen (einige waren noch nie verreist), anderseits sind berufsvorbereitende Angebote Teil unseres Arbeitsauftrages. Es gab die Vereinbarung, an vier halben Tagen vor Ort zu arbeiten, um somit die Teilnehmer/innen-Kosten zu senken. Die Tätigkeitsfelder waren vielseitig und erforderten kontinuierliches Arbeiten, um das Tagesziel zu erreichen. Wir arbeiteten in drei bis vier Gruppen, angefangen von Vorbereitungen, wie Materialbeschaffung, bis hin zur Durchführung und Aufräumarbeiten. Ein Arbeitsbereich war das Wiederaufarbeiten der Bungalowholzfassaden sowie die Überarbeitung der Hinweisschilder vor der Mühle. Hier wurde geschliffen, grundiert und lasiert. In einem anderen Bereich wurde gemalert: Ein Waschhaus wurde mit indianischen Motiven gestaltet und eine Tür lackiert. Einen großen Raum nahmen die Gartenarbeiten ein. Dazu gehörten die Beseitigung des reichlich vorhandenen Laubes auf dem Gelände und das Zusammentragen diverser Holzvorräte. Während der Fahrt waren wir Selbstversorger/innen.
Das Essen wurde uns gestellt und für die Zubereitung waren wir zuständig. Zum Glück gab es Burkhardt, der die Koordination und das Kochen übernahm. Unsere „Küchenteams" arbeiteten ihm dankbar zu und deckten und beräumten fleißig die Tische. In der freien Zeit wurden verschiedene Aktivitäten gemeinsam durchgeführt: eine Fahrradtour, Lagerfeuer, Grillen, Nachtwanderung, Volleyball, Fußball, diverse Gesellschaftsspiele und und und … Rund herum waren es gelungene Tage, an denen die Jugendlichen ihren Spaß hatten und verschiedene handwerkliche Berufe von der Planung bis zur Fertigstellung kennen lernen konnten. Es ging um die Stärkung von sozialen Kompetenzen, man unterstützte sich, entwickelte Gemeinsamkeiten und lernte Unterschiede zu akzeptieren. Es gab kein blaues Auge, aber es gab rege und lautstarke Diskussionen. Es wurden Kontakte geknüpft und das „nachhaltig". Viele der Jugendlichen treffen sich immer noch an den Wochenenden.
Klein Wall bietet mit seinen vielfältigen Ressourcen und den kooperationsfreudigen Kolleg/innen immer wieder Möglichkeiten für verschiedenste Projekte. Johannes und sein Team haben uns tatkräftig unterstützt, wo sie nur konnten, und „durchgehalten". Danke! Wir kommen wieder! ...
Susan Porath-Weiß & Michael Friedrich Schulbezogene Jugendsozialarbeit an Förderzentren / Sonderschulen
20 junge Pankower Bands sind im Rennen bei der 2. Runde des Postleitzahlen Song Contests. Vom 22. bis 29. Oktober kann nun per Onlinevoting unter www.plz-songcontest.de für die Lieblingsband gestimmt werden. Dabei wird entschieden, welche Bands am 16. und 17.11.07 im Jugendclub „Maxim" in Weißensee auftreten werden. Das Live-Publikumsvoting entscheidet dann, welche sechs Gewinnerbands kostenlos mit professioneller Unterstützung in einem Tonstudio Aufnahmen machen und dabei Grundlagen der Studiotechnik erlernen können. Die Songs werden zusammen auf der CD „Pankow 'n' Roll Vol. II" veröffentlicht. Außerdem kann sich die Band mit der höchsten Punktzahl kostenlos beim Songwettbewerb Emergenza anmelden und wird bei der Produktion eines Videoclips unterstützt. Über die Bands und ihre eingereichten Songs kann man sich auf http://www.plz-songcontest.de/bands.html informieren. Veranstaltet wird der Pankower PLZ Song Contest im Rahmen des Projektes „Medienstarter" und in Kooperation mit dem Jugendclub „Maxim" aus Pankow. Medienstarter ist ein Kooperationsprojekt der Werkstatt neue Technologien und Kultur e.V. (WeTeK e.V.) und des Jugendamts Pankow und wird gefördert vom Euro-päischen Sozialfonds. Weitere Informationen unter www.plz-songcontest.de oder telefonisch unter 74 778 102.
Inge Reitberger | Medienzentrum
Eine hochkarätige Jury aus der Berliner Hip-Hop Szene (Chapter2, Crypton Recordz, u.a.) wählte am 27. Juli im jugendmedienklub SO 69 die besten Hip-Hop-Künstlerinnen und -Künstler Berlins.
Dabei lag der Schwerpunkt der Bewertung auf dem Text. Beim Contest sollte bewiesen werden, dass deutsche Raptexte intelligent sein können und nicht gewaltverherrlichend, frauenfeindlich, rassistisch, blöde und einfallslos. Auf großer Bühne mit starker P.A. gaben sich die Künstlerinnen und Künstler das Mikro in die Hand. Das SO 69 war an diesem Abend übervoll und die Stimmung euphorisch und absolut friedlich.
12 Auftritte galt es zu bewerten. Und die Entscheidung fiel der Jury alles andere als leicht. Gewonnen haben: Platz 1 - Faith, Platz 2 - Hörsturz, Platz 3 - Spleen, Platz 4 - Josy Ein Preisgeld gab es nicht, dafür aber Pokale, Features, Studioaufnahmen und Auftrittsmöglichkeiten.
Reiner Schäfer | SO69 jugendmedienklub
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