04.09.2008 - 14:39 Uhr

"Wort für Wort" HIP HOP OPEN im SO 69

Am 18. Juli war es soweit: Zum zweiten Mal fand das „Wort für Wort - Hip Hop Open“ unter dem Motto „Jugendkultur statt Jugendgewalt“  statt. Versammelt hatten sich Rapper/innen aus ganz Berlin, um am Mikrophon ihr Können unter Beweis zu stellen.
Zum Auftakt gab es einen viel bejubelten Auftritt der Rapperin Visa Vie mit Tracks von ihrem bald erscheinen-den Album. Zusammen mit Gauner und Marcello, zwei weiteren Größen der Berliner Rapszene, saß sie dann auch in der Jury, um am Ende des Abends über die Platzvergabe zu entscheiden. Acht Crews traten an zum Duell mit Worten. Besonderen Wert legte die Jury auf den Inhalt der Texte. Alles Kreative war erlaubt, nur sexistische, fremdenfeindliche und Gewalt verherrlichende Inhalte waren Tabu. Für den richtigen Sound zur Performance der Teilnehmer sorgte der Ausbildungsbereich der Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH mit einem optimalem Soundsystem und dem richtigen Gehör beim Soundcheck.

Die drei besten Auftritte wurden prämiert. Als Preise winkten Gutscheine von „Writers Corner“ und „Cringz“ - zweier Hip Hop Läden im Kiez - und Programme für die Musikproduktion von der Softwareschmiede Magix. Der erste Platz ging an „Trinexx“ und „Cryzal“, die mit Texten über Liebe und höhere Mächte überzeugten. Den Zweiten belegten „Brains’n Flows“ mit ihrem gesellschaftskritischen Ansatz. Als Dritter wurde der Rapper Möbius ausgezeichnet, der die zahlreichen Hip Hop Fans im „White Room“ des SO 69 mit seiner Mischung aus Party und Anspruch mitriss. Durch den Abend moderierten „Knießner“ und „tomtomgroove“. Im Abendprogramm stand noch DJ Shytrack auf dem Plan, der zum sanften Ausklang der Veranstaltung Hip Hop Platten aus seiner Sammlung auflegte.

Der Tag wurde von Jugendlichen in Bild und Ton festgehalten. Sie machten Interviews und filmten den Ablauf auf der Bühne. Die zusammengeschnittene und abgemischte Version des Contests wird demnächst im SO 69 zu sehen sein. Das gesamte Projekt „Wort für Wort“ wurde von Workshops begleitet. Neben der Videoaufzeichnung und -bearbeitung wurde im Vorfeld auch ein Plakat samt Flyer gestaltet, in Druck gegeben, aufgehängt und verteilt. In Audioworkshops konnten die Jugendlichen ihre Tracks verfeinern usnd ihr Programm üben.

Unterstützt wurde das Projekt von „respectABel“, dem Berliner Jugendprogramm für Demokratie und Toleranz gegen Gewalt und Rechtsextremismus.

Julian Möbius & Thomas Labitzke | Redaktion SO 69

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Erstellt am 26.11.2002 | Letzte Aktualisierung: 04.10.2008